Neues aus der Schule

Meine Freundin beginnt nun auch endlich ihr Praxissemester.

Sie ist sogar an der gleichen Schule wie ich und hat daher jetzt das Vergnügen mit Herrn Müller und Co zu arbeiten. Auch sie ist, wie ich damals, ganz begeistert von Herrn Müller.

Irgendwie witzig, dass sie sogar die gleichen Schwierigkeiten hat wie ich. =) Sie hat vor Herrn Müller großen Respekt und es wird schwierig eine seiner Klassen zu übernehmen, da er fast nur Leistungskurse hat.

Andererseits ist bei ihr auch vieles anders. Frau absolut inkompetent, die ja Verantwortliche für Ausbildung ist, treibt es auf die Spitze. Meine Freundin konnte den Vorstellungstermin nicht wahrnehmen und versuchte mit Frau Unfähig Kontakt aufzunehmen (telefonisch und per Mail). Sie hat die Mail auch gelesen, es aber nicht für nötig gehalten ihr zu antworten. Weiterhin hat sie die Studenten aus dem Lehrerzimmer geschmissen und sie in einen Lagerraum gesetzt. Nun sitzt meine Freundin 5 Stunden täglich komplett isoliert im Lagerraum. Ihr Mitstreiter ist irgendwie seltsam und hat Angst vor Schülern. Er überlegt jetzt schon das Studium zu wechseln. Ist vielleicht besser so.

Natürlich stärke ich ihr den Rücken und überzeuge sie ins LZ zu ziehen. Wie soll sie sonst den Schulalltag und die Kollegen kennenlernen??

Am nächsten Tag berichtet sie total glücklich von den Gesprächen im LZ. Frau Unfähig kuckt zwar komisch, aber was soll sie schon sagen? Meine Freundin ist zufrieden und happy. Schön!

Heute schreibt mich meine Freundin wieder über FB an. „Boar, was für ein Tag!“ Ein Schüler der 5. Klasse ist gestern verunglückt. (5. Klasse! Dafür gibt es doch gar keine Worte….) Die Klassenlehrer mussten den Schülern die schlechte Nachricht überbringen und die Schüler betreuen. Eine Dienstbesprechung gab es daher heute auch. Und morgen kommt der Schulpsychologische Dienst in die Schule. Für meine Freundin ist es durchaus interessant wie die Schule in so einer Situation umgeht. So traurig es ist, kommt das eben auch vor. Allerdings ist sie morgen wieder in der Uni. Ich wüsste allerdings auch überhaupt nicht, was ich in diesem Fall tun sollte….

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England!

Es ist endlich offiziell.

Ich geh nach England. Im Oktober. =)

Im Januar habe ich mich bei Erasmus beworben und auch direkt einen Platz an der Northumbria University in Newcastle bekommen.

Ich bin jetzt schon gespannt, aufgeregt und freue mich total!

Aber es ist auch noch so viel zu planen…puh.

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Wird schon!

Während die meisten Studis die freie Zeit genießen und die Bibliothek nicht mehr brechend voll ist, darf ich noch ein bisschen lernen. Nachdem ich letzte Woche ständig Kopfschmerzen hatte, ist mir aufgefallen, dass meine nächste Stex Prüfung in Englisch schon in zwei Wochen ist. Ups. Aber gut, dass ich schon recht gut vorgearbeitet habe. Auch da habe ich wieder zwei Themen, die in 30 Minuten geprüft werden. Nur muss ich mir selbst die Fachliteratur aussuchen und die Liste noch diese Woche abgeben. In dem ersten Thema Interkulturelles Lernen war das echt einfach (2 theoretische Kapitel aus Fachdidaktischen Büchern und 3 Artikel zu konkreten Unterrichtsbeispielen aus den Fachzeitschriften Englisch betrifft uns und Der Fremdsprachliche Unterricht Englisch). Im zweiten Thema zum Lehrbuch im Fremdsprachenunterricht war das schon schwieriger. Gestern war ich daher beim Prof und habe ihn über meine Literatur drüberschauen lassen und er meinte, es ist ok. Na gut, ich überprüfe gleich noch mal die Quellenangaben und gebe es dann heute noch ab.

Die Ergebnisse meiner beiden Prüfungen kamen auch sehr zeitnah zurück. Sowohl in KuWi als auch in TC habe ich nur eine 3. Mh. Naja. Die Klausur in TC war aber auch bescheiden. Einerseits konnte man sich auf die Fragen gar nicht richtig vorbereiten und andererseits waren sie auch schlecht formuliert und aufgebaut. Sowas wie: a) Erklären Sie bla und blub am Beispiel von dings. b) Ordnen Sie Dings,… zu bla und blub zu. Gleicher Sachverhalt wird da doch doppelt bewertet? Ich fande die Klausur daher nicht so toll. Meine Freundin kommt dagegen gut gelaunt aus der Klausur und meint, sie sei total einfach gewesen. Ich kam mir irgendwie dumm vor. Allerdings ist ihre Note auch nicht so viel besser als meine.

Neben der Stex habe ich auch noch eine Hausarbeit. In Literaturwissenschaft. Allein diese Worte lassen mich schon verzweifeln. Also ich habe schon ein Thema und eine Gliederung. Und ein Titelblatt und die grundlegende Formatierung. Und ein Buch. Ich habe mir vorgenommen heute anzufangen. Abgabe ist am 30.03. Aber wie sagte gestern eine Kommilitonin: „Irgendwie klappt es doch immer!“

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Stex Schulpädagogik

Rückblickend betrachtet war das Semester nicht so dolle. Einerseits gab es wieder ein Stundenplanchaos, das sich in zahlreichen Kurswechseln äußerte und andererseits war ich fast jede zweite Woche krank. Von November bis Januar. Gerade im Januar war es nervig zwei Wochen krank zu sein, weil ich mich eigentlich auf meine Prüfungen vorbereiten wollte. Ende Januar dann der Schock in der Vorlesung. Die Listen der Staatsexamensprüfungen werden ausgehängt und die Prüfungen sind doch nicht erst im März, wie ich dachte, sondern beginnen Anfang Februar. Und ich hatte nicht mal den zweiten Prüfungsschwerpunkt ausgearbeitet. Und dann die Aussage des Dozenten. „Es kann Ihnen gar nichts passieren in der Prüfung. Sie können auch mit einer 5,3 (!!!!!!!!) bestehen.“ WAS?! Da das erste Staatsexamen aus 8 Prüfungen und einer wissenschaftlichen Arbeit besteht, zählt am Ende der Durchschnitt und daher kann man auch eine Prüfung mit einer 5 abschließen. Aber ernsthaft? Das kann er doch nicht ernst meinen? Das kann doch nicht das Ziel sein? Auch die Vorstellung, wenn ich mit einer 5 aus der Prüfung kommen würde….ich war etwas schockiert. Auf diese Art, bei der man anfängt mit Lachen und nicht mehr aufhören kann. So saß ich Tränen lachend mit seelischer Unterstützung in Form von Angel am Telefon in der Bibliothek, die Augen schwarz von der wasserlöslichen Mascara. Der Blick auf die Liste im Prüfungsamt lässt gleich den Puls steigen. 20. Februar, 10.30 Uhr. Prüfer: Prof. Lockhart. Nein, nicht der. Ich habe extra den Kurs gewechselt, um ihm zu entfliehen. Ich werde ihn einfach nicht los. Was solls, wenigstens ist die Prüfung nicht Anfang Februar, das wäre nicht gut gegangen.

Es war hart. Die 900 Seiten Fachliteratur lesen sich eben nicht von allein. Und die anderen Prüfungen will man ja auch nicht vernachlässigen. Und die Protokolle in TC wollen auch noch geschrieben und manche sogar korrigiert werden. Zwischendurch ist es mir immer wieder so schwer gefallen mich zum Weiterlernen zu motivieren. Und es gibt Tage, da geht es auch einfach nicht. Aber ich habe es überstanden. Ich habe brav die Fachliteratur gelesen, das Grundwissen in Form der letzten 6 Semester aufgefrischt und mir auch was seriöses zum Anziehen gekauft.

Doch irgendwie kann ich die Argumentation zu meinen Thesen immer noch nicht. Herzklopfen. Während meine Vorgängerin im Büro des Profs sitzt, schaue ich auf meine Karteikarten. Ich habe das alles echt gut durchdacht, aber ob ich das in der Prüfung auch so zeigen kann? Schließlich wird in der Prüfung vorwiegend meine Prüfungs-Performanz bewertet. Prof. Lockhardt begrüßt mich mit einem Lächeln und ergreift meine Hand. Wir gehen in sein Büro, der Mitarbeiter des Lehrstuhls sitzt am Tisch und schreibt fleißig Prüfungsprotokolle. Auf dem Tisch stehen Gläser und Kaffeetassen. Ein Glas Wasser wäre gut, aber ich trau mich nicht zu fragen. Die Formalien werden geklärt, mein Name, mein Studiengang und meine Fächer werden gefragt. „Naja, Chemie können die Schüler ja bis zum Ende der Sek II nicht“, sagt Lockhardt. „Bei MIR schon!“; erwidere ich. „Sehr gut, schon die erste gute Antwort im Prüfungsgespräch!“ Er schaut konzentriert auf mein Thesenpapier. „Womit möchten Sie anfangen?“ Ich beginne mit zwei Erfahrungen aus meinem Praxissemester. (Ich lass die jetzt weg, sonst wird’s zu lang) Die Idee dazu kam von einer Freundin. Obwohl Lockhart nicht der Protokollant ist, schreibt er etwas auf. Wir gehen zu meinen Thesen über. Ich beginne mit der Ersten und erzähle kurz ein bisschen zur Theorie. Es geht um das Berliner Modell. Ich zeige Stärken und Schwächen auf, die Weiterentwicklung zum Hamburger Modell und welche Defizite dennoch nicht behoben wurden. Lockhart stellt ein paar Fragen zur Umsetzung in der Praxis, dann geht’s zur nächsten These. Die Konstruktivistische Didaktik fasse ich in wenigen Sätzen in der Theorie zusammen. Bei der Erwähnung von John Locke meint Lockhart, ich hätte mich um Kopf und Kragen geredet. Ich lasse mich trotzdem nicht verunsichern und komme geschickt aus der Nummer wieder raus. Puh. Geschickt heißt hier übrigens Raten. Tja, sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit. Hat funktioniert. „Wollen Sie zum Konstruktivismus noch etwas ergänzen?“ Ich bejahe und argumentiere für die Notwendigkeit von Lehrern im Konstruktivismus. Weiter geht’s mit dem Thema Beurteilen. Die Theorie überspringen wir direkt, weil er der Meinung ist, dass ich das sowieso alles kann. Wir sprechen direkt über Möglichkeiten der Verbesserung der Objektivität und wie das im Schulalltag umsetzbar ist. Ich habe mir den Teil Unterrichtspraktisch nicht so genau überlegt, aber mir fallen spontan dann doch einige Möglichkeiten ein. Zur letzten These haben wir nur knapp zwei Minuten gesprochen und bereits nach 20 Minuten Prüfung sagt Lockhart: „Sie können jetzt rausgehen!“ Ich bin verunsichert, aber mir bleibt ja nichts übrig. Während die Prüfer sich beraten, darf ich die Prüfung validieren. War die Prüfung fair? Hat der Prüfer Hilfestellungen angeboten? War die Atmosphäre positiv? War der Raum angemessen?

Ich warte schüchtern vor der Tür des Prüfungsraumes. Lockhart kommt raus und holt mich wieder ins Zimmer. Jaaa, also beide Prüfer konnten einfach nichts finden, was sie kritisieren könnten. Der Einstieg mit den beiden Erfahrungen kam sehr gut an, da ich keine Geschichten erzählt habe, sondern systematisch beobachtet habe und daran Forschungsfragen abgeleitet habe. Äh…ja genau… Ich habe mich nicht aus der Ruhe bringen lassen und die geforderte Transferleistung war auch kein Problem. Herzlichen Glückwunsch, 1,0! Das Schulsystem kann sich auf mich freuen. Woohoo. „Geben Sie es zu,“ sagte Lockhart, „die Prüfung war zu einfach.“ Ich überlege kurz, aber er hat Recht.   Ich ging richtig zufrieden aus der Prüfung und war mit Sicherheit 10 cm größer. Vielleicht waren das aber auch nur die Schuhe.

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KuWi

„Sag mal, geht die Note eigentlich in die Abschlussnote ein?“, fragt eine Kommilitonin.

Ich kann mit Worten gar nicht ausdrücken wie egal mir das ist, welcher Kurs Teil der Endnote meines Studiums ist und welcher eben nicht. Aber manche machen sich damit eben gerne verrückt.

Langsam füllt sich der Raum und ich werde tatsächlich mal nervös. Irgendwie schaffen wir es uns in den viel zu kleinen Raum zu quetschen und für jeden einen winzigen Platz für die Klausur zu schaffen.

Die Dozentin teilt die Klausur aus, wir lesen die Aufgaben gemeinsam und sie gibt letzte Hinweise zu den 5 Aufgaben. Bewertet wird nicht nur der Inhalt unserer Antworten, sondern auch der Stil. Das war mir schon irgendwie klar, ändert aber nichts daran, dass ich keinen Schreibstil habe. Dieses wissenschaftliche Schreiben ist einfach nicht meins. Meinen Kommilitonen geht es ähnlich, wie ich unschwer aus den verzweifelten Blicken schließen kann.

Rückblickend war der Kurs echt interessant. Ich habe soviel dazu gelernt. Mich weiterentwickelt. Und das in so kurzer Zeit. Angefangen von dem Kulturbegriff, Kulturwissenschaft und den Unterschied zu den cultural studies in England, die historische Entwicklung, der Kulturbegriff von Williams und Hall, Strategien in political speeches (Thatcher, Churchill, Blair und viiiele weitere), das kulturelle Erbe des British Empires, Rassismus in Britain und über vieles mehr wurde gesprochen.

Ich bin super gut vorbereitet. Ich habe quasi sämtliche Texte nochmal durchgearbeitet und die Powerpoints dazu und die Prüfungsfragen ausgearbeitet. Und genau das ist mein Problem. Ich sitze vor den Fragen und weiß gar nicht wo ich anfangen soll mit schreiben. Mir geht so vieles durch den Kopf und ich kann nicht die zentralen Gedanken auf den Punkt bringen und mich für einen Autor entscheiden. Ich schreibe irgendwie von allem etwas aus, aber das sind weder zusammenhängende Argumente noch sind meine Gedanken auf den Punkt gebracht. Da ich soviel zum Thema weiß und gar nicht fertig werde mit Schreiben, bekomme ich irgendwann Zeitprobleme. Natürlich gibt es auf die letzte Aufgabe die meisten Punkte und ich stottere in den letzten 10 Minuten wahllos etwas zusammen. Soviel zu meinem Schreibstil. Ich hätte mich in der Vorbereitung besser auf die prägnante Beantwortung der Prüfungsfragen konzentrieren sollen. Ärgerlich. Nach Abgabe war ich total enttäucht. Bestimmt ganze 5 Minuten. Es ist total schade, aber ändern kann ich es auch nicht. Und wenn es nur eine 3 wird, dann ist es eben so. Man sollte Noten vielleicht auch nicht überbewerten…und gelernt habe ich in dem Kurs ja trotzdem viel. =)

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Eigentlich

wollte ich noch so viel schreiben…aber die Zeit fehlt einfach.

Deshalb mache ich es kurz und wünsche euch

schöne Weihnachten und erholsame Feiertage!

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Projekt Lernzeit

Ich habe gestern einen neuen (also recht neuen) Schülerblog gefunden von daphy98. Sie hat ein Projekt gestartet und sich eine Woche lang (von Montag 8 Uhr bis Sonntag 23 Uhr) selbst beobachtet hinsichtlich der Zeit, die sie für die Schule lernt. Einerseits zählen die Unterrichtsstunden dazu, andererseits auch Hausaufgaben und Vorbereitungszeit auf diese. Die Idee finde ich super spannend und das Ergebnis dieser Woche spricht für sich. Das Endergebnis beträgt 49 Stunden und 28 Minuten. Dafür, dass es sich hierbei um eine ganz normale Schulwoche OHNE Klausuren handelt, empfinde ich das als sehr viel. Dennoch glaube ich, dass das ein „guter“ Durchschnitt ist.

Hier die Links zum Blog:

Vorstellung des Projekts: https://daphyblog.wordpress.com/2014/10/04/mal-kurz-zwischendurch/

Ergebnis: https://daphyblog.wordpress.com/2014/10/12/fertig-project-3/

Da ich das Projekt wirklich spannend finde, möchte ich es gern mal als Stöckchen weiterverbreiten. Daher wünsche ich mir (ihr müsst natürlich nicht), dass ninaxy3 und die diewiderspenstige dieses Projekt ebenfalls durchführen und das Stöckchen weiterwerfen. Ich bin gespannt!

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