Neues aus der Schule

Meine Freundin beginnt nun auch endlich ihr Praxissemester.

Sie ist sogar an der gleichen Schule wie ich und hat daher jetzt das Vergnügen mit Herrn Müller und Co zu arbeiten. Auch sie ist, wie ich damals, ganz begeistert von Herrn Müller.

Irgendwie witzig, dass sie sogar die gleichen Schwierigkeiten hat wie ich. =) Sie hat vor Herrn Müller großen Respekt und es wird schwierig eine seiner Klassen zu übernehmen, da er fast nur Leistungskurse hat.

Andererseits ist bei ihr auch vieles anders. Frau absolut inkompetent, die ja Verantwortliche für Ausbildung ist, treibt es auf die Spitze. Meine Freundin konnte den Vorstellungstermin nicht wahrnehmen und versuchte mit Frau Unfähig Kontakt aufzunehmen (telefonisch und per Mail). Sie hat die Mail auch gelesen, es aber nicht für nötig gehalten ihr zu antworten. Weiterhin hat sie die Studenten aus dem Lehrerzimmer geschmissen und sie in einen Lagerraum gesetzt. Nun sitzt meine Freundin 5 Stunden täglich komplett isoliert im Lagerraum. Ihr Mitstreiter ist irgendwie seltsam und hat Angst vor Schülern. Er überlegt jetzt schon das Studium zu wechseln. Ist vielleicht besser so.

Natürlich stärke ich ihr den Rücken und überzeuge sie ins LZ zu ziehen. Wie soll sie sonst den Schulalltag und die Kollegen kennenlernen??

Am nächsten Tag berichtet sie total glücklich von den Gesprächen im LZ. Frau Unfähig kuckt zwar komisch, aber was soll sie schon sagen? Meine Freundin ist zufrieden und happy. Schön!

Heute schreibt mich meine Freundin wieder über FB an. „Boar, was für ein Tag!“ Ein Schüler der 5. Klasse ist gestern verunglückt. (5. Klasse! Dafür gibt es doch gar keine Worte….) Die Klassenlehrer mussten den Schülern die schlechte Nachricht überbringen und die Schüler betreuen. Eine Dienstbesprechung gab es daher heute auch. Und morgen kommt der Schulpsychologische Dienst in die Schule. Für meine Freundin ist es durchaus interessant wie die Schule in so einer Situation umgeht. So traurig es ist, kommt das eben auch vor. Allerdings ist sie morgen wieder in der Uni. Ich wüsste allerdings auch überhaupt nicht, was ich in diesem Fall tun sollte….

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England!

Es ist endlich offiziell.

Ich geh nach England. Im Oktober. =)

Im Januar habe ich mich bei Erasmus beworben und auch direkt einen Platz an der Northumbria University in Newcastle bekommen.

Ich bin jetzt schon gespannt, aufgeregt und freue mich total!

Aber es ist auch noch so viel zu planen…puh.

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Wird schon!

Während die meisten Studis die freie Zeit genießen und die Bibliothek nicht mehr brechend voll ist, darf ich noch ein bisschen lernen. Nachdem ich letzte Woche ständig Kopfschmerzen hatte, ist mir aufgefallen, dass meine nächste Stex Prüfung in Englisch schon in zwei Wochen ist. Ups. Aber gut, dass ich schon recht gut vorgearbeitet habe. Auch da habe ich wieder zwei Themen, die in 30 Minuten geprüft werden. Nur muss ich mir selbst die Fachliteratur aussuchen und die Liste noch diese Woche abgeben. In dem ersten Thema Interkulturelles Lernen war das echt einfach (2 theoretische Kapitel aus Fachdidaktischen Büchern und 3 Artikel zu konkreten Unterrichtsbeispielen aus den Fachzeitschriften Englisch betrifft uns und Der Fremdsprachliche Unterricht Englisch). Im zweiten Thema zum Lehrbuch im Fremdsprachenunterricht war das schon schwieriger. Gestern war ich daher beim Prof und habe ihn über meine Literatur drüberschauen lassen und er meinte, es ist ok. Na gut, ich überprüfe gleich noch mal die Quellenangaben und gebe es dann heute noch ab.

Die Ergebnisse meiner beiden Prüfungen kamen auch sehr zeitnah zurück. Sowohl in KuWi als auch in TC habe ich nur eine 3. Mh. Naja. Die Klausur in TC war aber auch bescheiden. Einerseits konnte man sich auf die Fragen gar nicht richtig vorbereiten und andererseits waren sie auch schlecht formuliert und aufgebaut. Sowas wie: a) Erklären Sie bla und blub am Beispiel von dings. b) Ordnen Sie Dings,… zu bla und blub zu. Gleicher Sachverhalt wird da doch doppelt bewertet? Ich fande die Klausur daher nicht so toll. Meine Freundin kommt dagegen gut gelaunt aus der Klausur und meint, sie sei total einfach gewesen. Ich kam mir irgendwie dumm vor. Allerdings ist ihre Note auch nicht so viel besser als meine.

Neben der Stex habe ich auch noch eine Hausarbeit. In Literaturwissenschaft. Allein diese Worte lassen mich schon verzweifeln. Also ich habe schon ein Thema und eine Gliederung. Und ein Titelblatt und die grundlegende Formatierung. Und ein Buch. Ich habe mir vorgenommen heute anzufangen. Abgabe ist am 30.03. Aber wie sagte gestern eine Kommilitonin: „Irgendwie klappt es doch immer!“

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Stex Schulpädagogik

Rückblickend betrachtet war das Semester nicht so dolle. Einerseits gab es wieder ein Stundenplanchaos, das sich in zahlreichen Kurswechseln äußerte und andererseits war ich fast jede zweite Woche krank. Von November bis Januar. Gerade im Januar war es nervig zwei Wochen krank zu sein, weil ich mich eigentlich auf meine Prüfungen vorbereiten wollte. Ende Januar dann der Schock in der Vorlesung. Die Listen der Staatsexamensprüfungen werden ausgehängt und die Prüfungen sind doch nicht erst im März, wie ich dachte, sondern beginnen Anfang Februar. Und ich hatte nicht mal den zweiten Prüfungsschwerpunkt ausgearbeitet. Und dann die Aussage des Dozenten. „Es kann Ihnen gar nichts passieren in der Prüfung. Sie können auch mit einer 5,3 (!!!!!!!!) bestehen.“ WAS?! Da das erste Staatsexamen aus 8 Prüfungen und einer wissenschaftlichen Arbeit besteht, zählt am Ende der Durchschnitt und daher kann man auch eine Prüfung mit einer 5 abschließen. Aber ernsthaft? Das kann er doch nicht ernst meinen? Das kann doch nicht das Ziel sein? Auch die Vorstellung, wenn ich mit einer 5 aus der Prüfung kommen würde….ich war etwas schockiert. Auf diese Art, bei der man anfängt mit Lachen und nicht mehr aufhören kann. So saß ich Tränen lachend mit seelischer Unterstützung in Form von Angel am Telefon in der Bibliothek, die Augen schwarz von der wasserlöslichen Mascara. Der Blick auf die Liste im Prüfungsamt lässt gleich den Puls steigen. 20. Februar, 10.30 Uhr. Prüfer: Prof. Lockhart. Nein, nicht der. Ich habe extra den Kurs gewechselt, um ihm zu entfliehen. Ich werde ihn einfach nicht los. Was solls, wenigstens ist die Prüfung nicht Anfang Februar, das wäre nicht gut gegangen.

Es war hart. Die 900 Seiten Fachliteratur lesen sich eben nicht von allein. Und die anderen Prüfungen will man ja auch nicht vernachlässigen. Und die Protokolle in TC wollen auch noch geschrieben und manche sogar korrigiert werden. Zwischendurch ist es mir immer wieder so schwer gefallen mich zum Weiterlernen zu motivieren. Und es gibt Tage, da geht es auch einfach nicht. Aber ich habe es überstanden. Ich habe brav die Fachliteratur gelesen, das Grundwissen in Form der letzten 6 Semester aufgefrischt und mir auch was seriöses zum Anziehen gekauft.

Doch irgendwie kann ich die Argumentation zu meinen Thesen immer noch nicht. Herzklopfen. Während meine Vorgängerin im Büro des Profs sitzt, schaue ich auf meine Karteikarten. Ich habe das alles echt gut durchdacht, aber ob ich das in der Prüfung auch so zeigen kann? Schließlich wird in der Prüfung vorwiegend meine Prüfungs-Performanz bewertet. Prof. Lockhardt begrüßt mich mit einem Lächeln und ergreift meine Hand. Wir gehen in sein Büro, der Mitarbeiter des Lehrstuhls sitzt am Tisch und schreibt fleißig Prüfungsprotokolle. Auf dem Tisch stehen Gläser und Kaffeetassen. Ein Glas Wasser wäre gut, aber ich trau mich nicht zu fragen. Die Formalien werden geklärt, mein Name, mein Studiengang und meine Fächer werden gefragt. „Naja, Chemie können die Schüler ja bis zum Ende der Sek II nicht“, sagt Lockhardt. „Bei MIR schon!“; erwidere ich. „Sehr gut, schon die erste gute Antwort im Prüfungsgespräch!“ Er schaut konzentriert auf mein Thesenpapier. „Womit möchten Sie anfangen?“ Ich beginne mit zwei Erfahrungen aus meinem Praxissemester. (Ich lass die jetzt weg, sonst wird’s zu lang) Die Idee dazu kam von einer Freundin. Obwohl Lockhart nicht der Protokollant ist, schreibt er etwas auf. Wir gehen zu meinen Thesen über. Ich beginne mit der Ersten und erzähle kurz ein bisschen zur Theorie. Es geht um das Berliner Modell. Ich zeige Stärken und Schwächen auf, die Weiterentwicklung zum Hamburger Modell und welche Defizite dennoch nicht behoben wurden. Lockhart stellt ein paar Fragen zur Umsetzung in der Praxis, dann geht’s zur nächsten These. Die Konstruktivistische Didaktik fasse ich in wenigen Sätzen in der Theorie zusammen. Bei der Erwähnung von John Locke meint Lockhart, ich hätte mich um Kopf und Kragen geredet. Ich lasse mich trotzdem nicht verunsichern und komme geschickt aus der Nummer wieder raus. Puh. Geschickt heißt hier übrigens Raten. Tja, sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit. Hat funktioniert. „Wollen Sie zum Konstruktivismus noch etwas ergänzen?“ Ich bejahe und argumentiere für die Notwendigkeit von Lehrern im Konstruktivismus. Weiter geht’s mit dem Thema Beurteilen. Die Theorie überspringen wir direkt, weil er der Meinung ist, dass ich das sowieso alles kann. Wir sprechen direkt über Möglichkeiten der Verbesserung der Objektivität und wie das im Schulalltag umsetzbar ist. Ich habe mir den Teil Unterrichtspraktisch nicht so genau überlegt, aber mir fallen spontan dann doch einige Möglichkeiten ein. Zur letzten These haben wir nur knapp zwei Minuten gesprochen und bereits nach 20 Minuten Prüfung sagt Lockhart: „Sie können jetzt rausgehen!“ Ich bin verunsichert, aber mir bleibt ja nichts übrig. Während die Prüfer sich beraten, darf ich die Prüfung validieren. War die Prüfung fair? Hat der Prüfer Hilfestellungen angeboten? War die Atmosphäre positiv? War der Raum angemessen?

Ich warte schüchtern vor der Tür des Prüfungsraumes. Lockhart kommt raus und holt mich wieder ins Zimmer. Jaaa, also beide Prüfer konnten einfach nichts finden, was sie kritisieren könnten. Der Einstieg mit den beiden Erfahrungen kam sehr gut an, da ich keine Geschichten erzählt habe, sondern systematisch beobachtet habe und daran Forschungsfragen abgeleitet habe. Äh…ja genau… Ich habe mich nicht aus der Ruhe bringen lassen und die geforderte Transferleistung war auch kein Problem. Herzlichen Glückwunsch, 1,0! Das Schulsystem kann sich auf mich freuen. Woohoo. „Geben Sie es zu,“ sagte Lockhart, „die Prüfung war zu einfach.“ Ich überlege kurz, aber er hat Recht.   Ich ging richtig zufrieden aus der Prüfung und war mit Sicherheit 10 cm größer. Vielleicht waren das aber auch nur die Schuhe.

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KuWi

„Sag mal, geht die Note eigentlich in die Abschlussnote ein?“, fragt eine Kommilitonin.

Ich kann mit Worten gar nicht ausdrücken wie egal mir das ist, welcher Kurs Teil der Endnote meines Studiums ist und welcher eben nicht. Aber manche machen sich damit eben gerne verrückt.

Langsam füllt sich der Raum und ich werde tatsächlich mal nervös. Irgendwie schaffen wir es uns in den viel zu kleinen Raum zu quetschen und für jeden einen winzigen Platz für die Klausur zu schaffen.

Die Dozentin teilt die Klausur aus, wir lesen die Aufgaben gemeinsam und sie gibt letzte Hinweise zu den 5 Aufgaben. Bewertet wird nicht nur der Inhalt unserer Antworten, sondern auch der Stil. Das war mir schon irgendwie klar, ändert aber nichts daran, dass ich keinen Schreibstil habe. Dieses wissenschaftliche Schreiben ist einfach nicht meins. Meinen Kommilitonen geht es ähnlich, wie ich unschwer aus den verzweifelten Blicken schließen kann.

Rückblickend war der Kurs echt interessant. Ich habe soviel dazu gelernt. Mich weiterentwickelt. Und das in so kurzer Zeit. Angefangen von dem Kulturbegriff, Kulturwissenschaft und den Unterschied zu den cultural studies in England, die historische Entwicklung, der Kulturbegriff von Williams und Hall, Strategien in political speeches (Thatcher, Churchill, Blair und viiiele weitere), das kulturelle Erbe des British Empires, Rassismus in Britain und über vieles mehr wurde gesprochen.

Ich bin super gut vorbereitet. Ich habe quasi sämtliche Texte nochmal durchgearbeitet und die Powerpoints dazu und die Prüfungsfragen ausgearbeitet. Und genau das ist mein Problem. Ich sitze vor den Fragen und weiß gar nicht wo ich anfangen soll mit schreiben. Mir geht so vieles durch den Kopf und ich kann nicht die zentralen Gedanken auf den Punkt bringen und mich für einen Autor entscheiden. Ich schreibe irgendwie von allem etwas aus, aber das sind weder zusammenhängende Argumente noch sind meine Gedanken auf den Punkt gebracht. Da ich soviel zum Thema weiß und gar nicht fertig werde mit Schreiben, bekomme ich irgendwann Zeitprobleme. Natürlich gibt es auf die letzte Aufgabe die meisten Punkte und ich stottere in den letzten 10 Minuten wahllos etwas zusammen. Soviel zu meinem Schreibstil. Ich hätte mich in der Vorbereitung besser auf die prägnante Beantwortung der Prüfungsfragen konzentrieren sollen. Ärgerlich. Nach Abgabe war ich total enttäucht. Bestimmt ganze 5 Minuten. Es ist total schade, aber ändern kann ich es auch nicht. Und wenn es nur eine 3 wird, dann ist es eben so. Man sollte Noten vielleicht auch nicht überbewerten…und gelernt habe ich in dem Kurs ja trotzdem viel. =)

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Eigentlich

wollte ich noch so viel schreiben…aber die Zeit fehlt einfach.

Deshalb mache ich es kurz und wünsche euch

schöne Weihnachten und erholsame Feiertage!

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Projekt Lernzeit

Ich habe gestern einen neuen (also recht neuen) Schülerblog gefunden von daphy98. Sie hat ein Projekt gestartet und sich eine Woche lang (von Montag 8 Uhr bis Sonntag 23 Uhr) selbst beobachtet hinsichtlich der Zeit, die sie für die Schule lernt. Einerseits zählen die Unterrichtsstunden dazu, andererseits auch Hausaufgaben und Vorbereitungszeit auf diese. Die Idee finde ich super spannend und das Ergebnis dieser Woche spricht für sich. Das Endergebnis beträgt 49 Stunden und 28 Minuten. Dafür, dass es sich hierbei um eine ganz normale Schulwoche OHNE Klausuren handelt, empfinde ich das als sehr viel. Dennoch glaube ich, dass das ein „guter“ Durchschnitt ist.

Hier die Links zum Blog:

Vorstellung des Projekts: https://daphyblog.wordpress.com/2014/10/04/mal-kurz-zwischendurch/

Ergebnis: https://daphyblog.wordpress.com/2014/10/12/fertig-project-3/

Da ich das Projekt wirklich spannend finde, möchte ich es gern mal als Stöckchen weiterverbreiten. Daher wünsche ich mir (ihr müsst natürlich nicht), dass ninaxy3 und die diewiderspenstige dieses Projekt ebenfalls durchführen und das Stöckchen weiterwerfen. Ich bin gespannt!

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One Lovely Blog Award

Soo, ich wurde von der lieben ninaxy3 für den One Lovely Blog Award nominiert und muss darf nun 7 Fakten über mich preisgeben. Es sind nur 7 Fakten und ich bin jetzt schon überfordert. Zum Glück ist das nicht das Stöckchen mit den 50 Fakten.

  1. Ich liebe Katzen. Vor allem die verschmusten Kuscheltiger haben es mir angetan. Das Schnurren, das flauschige Fell, der Eigensinn…ich bin verrückt danach. ❤
  2. Ich wollte nie Lehrer werden. Das liegt wohl daran, dass ich die meisten Lehrer meiner Schullaufbahn aus tiefsten Herzen gehasst habe. Eigentlich wollte ich auch gar nicht studieren. Und ich wollte nichts mit Chemie machen. Ähm ja, soviel dazu. ^^ Und dann kam plötzlich dieser Schussel. Und die liebe Frau Herz. Und Mr.Mr. natürlich auch. Sie haben mein Weltbild auf den Kopf gestellt und nun muss ich studieren, noch intelligenter werden als ich so schon bin und werde mit hoher Wahrscheinlichkeit eine super Lehrerin. Die haben mir mein Leben versaut. =D (Angel, erinnerst du dich?)
  3. Morgens bin ich ein Zombie. Wer mich in den ersten 60 Minuten nach dem Aufstehen anspricht, wird erschossen. Zumindest gedanklich. Gleiches gilt für den heiligen Mittagsschlaf. Und wer es auch noch wagt, mich WÄHREND des Schlafes zu stören, dem Gnade Gott!!

    In diesen ersten 60 Minuten bin ich wie ein Zombie. Ich sitze da und starre ins Leere. Minutenlang. Falls ich mich bewege, dann nur in Zeitlupe. Jegliche Form der Kommunikation überfordert mich maßlos. Selbst gedanklich bekomme ich nicht einen Satz zustande. Ihr glaubt gar nicht, wie schwer es mir fällt mich überhaupt erstmal anzuziehen. Oder zu frühstücken (frühestens nach 30 Minuten!) Oder andere Menschen zu ertragen… =(

  4. Abends bin ich das komplette Gegenteil. Eine Nachteule durch und durch. Gegen 22 Uhr geht’s los. Meine Synapsen laufen auf Hochtouren. Ich werde plötzlich unendlich kreativ, bin hochkonzentriert, motiviert ohne Ende und voller Tatendrang & Wissensdurst. Leider passt dieser Biorhythmus nicht so gut in unsere Gesellschaft…
  5. Ich bin absolut unfähig mir das aktuelle Datum zu merken. Selbst meinen eigenen Geburtstag vergesse ich. Aber da werde ich wenigstens von Freunden dran erinnert. 😉 Ich würde es schon merken, wenn mir jemand erzählt, es sei der 29. Februar oder der 24. Dezember, aber ansonsten bin ich schon froh den Monat zu wissen und vor allem das korrekte Jahr.
  6. Ich singe nicht. Wenn ich mit meiner Stimme auch nur ansatzweise ich die Nähe eines Tons kommen würde, würde ich singen. Da dies nicht der Fall ist, singe ich nicht. Weder unter der Dusche, noch wenn ich angetrunken bin. Ich finde es schon schade, dass ich in der Hinsicht talentfrei bin, aber so ist es halt. Ich liebe Musik und ich höre Anderen auch gern zu. Aber. Ich. Singe. Nicht.
  7. Ich kann nicht essen. Also ich kann schon, aber es sieht halt nicht schön aus. Wenn dann noch der Blutzuckerspiegel tief ist, stürze ich mich auf alles Essbare wie Godzilla und schaufel es in mich hinein. Mit meinen prall gefüllten Hamsterbacken kaue ich dann so schnell wie ein Kaninchen und das ganze geht von vorn los. Wenn ich dabei noch eine spannende Serie anschaue, bin ich so vertieft das ich schlichtweg vergesse zu kauen. Und das in regelmäßigen Abständen. Also sitze ich die meiste Zeit mit weit aufgerissenen Augen und dicken Hamsterbacken vor dem Fernseher und bin richtig gefesselt. Zumindest solange bis mich das Lachen meines Freundes wieder in die Realität zurückholt oder er mich ermahnt weiterzukauen. ^^

Ich werde nun nicht 7 weitere Blogger verlinken. Wer das Stöckchen findet, darf es gerne aufheben. Oder vielleicht den ein oder anderen Fakt in einem Kommentar verraten? 😉

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Die Zeit

rinnt wie Sand durch meine Finger. Allerdings ist auch gar nicht so viel passiert in den letzten Wochen. Also ich konnte den Kurs wechseln und bin nicht mehr bei Lockhart im Seminar, sondern bei einem kompetenten Mann in der Vorlesung. Bin sehr zufrieden. Dafür musste ich auch in Englisch einen Kurs wechseln und mich erneut zur Prüfung anmelden, aber das hat alles gerade so noch funktioniert.
Dann hatte ich mir ganz fest vorgenommen mich Grippe impfen zu lassen. Wirklich. Jetzt kam die Grippe aber doch vor der Impfung. Vielleicht ist es aber doch nur eine Erkältung. Hoffe ich. Jedenfalls habe ich ordentlich Kopfschmerzen. Bin heute auch zu Hause geblieben. Ich frage mich echt, warum ich so anfällig bin. Eigentlich bin ich ununterbrochen erkältet. Das nervt.
In Englisch habe ich immerhin schon zwei von drei Referaten hinter mich gebracht. Der Erste in Kulturwissenschaft über eine Rede von Churchill, was unglaublich viel Vorbereitungszeit gebraucht hat. Der Zweite war in Fachdidaktik über die Vermittlung von Grammatik. Meine Kommilitonin musste leider arbeiten und war leider auch nicht in der Stadt, so dass wir uns nur spärlich per Mail absprechen konnten. Der Vortrag war mehr improvisiert als vorbereitet, aber war dennoch in Ordnung.
In Chemie haben wir von den fünf Versuchen zumindest schon zwei geschafft. Allerdings sind beide Protokolle noch nicht fertig. Ohje. Und am Donnerstag ist der nächste Versuch. Die Anleitungen lesen sich wie Chinesisch und ich bin hinterher kein bisschen schlauer als vorher. Aber hauptsache ich habe die Anleitung auswendig gelernt und gebe alles eins zu eins wieder, dann gibt’s auch eine gute Note. Der Praktikumsraum sieht ungefähr so aus wie die Halle bei Breaking Bad in Staffel 3. Eine große Fabrikhalle, in der mehrere Arbeitsstationen mit großen und kleinen Apparaturen stehen. Dort könnte man bestimmt auch Meth im großen Maßstab herstellen. …
Ich weiß gerade gar nicht, was noch so passiert ist. Stehe ein bisschen neben mir. Ich trinke erstmal weiter Tee…

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Genug ist genug

„Ihr glaubt nicht, was Lockhart sich geleistet hat!“, erzähle ich meinen Freunden beim Mittagessen. Ich bin aufgebracht und verärgert. Erst schwänzt er als Prof seine eigene Veranstaltung, aus dem einfachen Grund, dass er nicht in der Lage ist sich mit seiner Kollegin auszutauschen. Sie dachte, er hält die Veranstaltung und er dachte, sie tut es. Ok, dumm gelaufen. Aber diese Vorstellung diesen Montag, sowas geht einfach nicht. Man kann es sich kaum vorstellen, aber eine Studentin hat es gewagt, ihre Meinung zu äußern. Sie vertrat die Aussage, dass „je heterogener die Lerngruppe ist, desto stärker muss man differenzieren.“ Ich war fassungslos. Weniger über diese Aussage, aber über die Reaktion von Lockhart. Er verlangte empirische Belege, stellte fest, dass ihre Meinungsäußerung hier niemanden interessiert und man in der Prüfung damit quasi durchfällt. Wie es ihr einfallen könnte, so eine dumme Aussage zu treffen. Er hat richtig emotional reagiert und uns Stundenten runtergemacht. So ein Arsch. Ja, wir sollten Thesen vorbereiten, niemand hat das gemacht und das ist schlecht. Die Frage bleibt: Warum? Warum hat niemand Thesen mitgebracht? Wo klemmt’s denn? Nein, ein PROFESSOR DOKTOR GILDEROY LOCKHART, der uns predigt den PROZESS des Lernens zu analysieren, besonders bei Schülern, die Schwierigkeiten haben, tut genau das NICHT. Dafür macht er uns runter und führt uns unsere Unfähigkeit vor Augen. Wir lesen die Literatur, wir kommen zur Veranstaltung und wir sind offen für seine Anregungen. Warum nicht mal alternative Formen der Leistungserbringung bewerten anstatt die klassischen Tests und Arbeiten? Warum nicht? Ich bin offen dafür und höre mir das gerne an. Aber nein, wir können nicht sachlich über das Thema diskutieren. Nein, doch nicht mit diesen dummen und faulen Studenten. Ich verstehe nicht, warum er sich so unprofessionell verhält. Das bringt uns doch nicht weiter.
„Ja, aber so ist er,“ antwortet meine Freundin, „ich würde aber niemals bei ihm mein Staatsexamen machen. Warum wechselst du nicht den Kurs?“
Ja, warum eigentlich nicht?…

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